Duftmarketing: Was ist das und wie funktioniert es?

Was hat Duft mit Werbung zu tun? Düfte spielen schon immer eine bedeutende Rolle bei Kaufentscheidungen. Wir erklären, wie Duftmarketing funktioniert und welche Fehler ihr vermeiden könnt.

Aromen über Aromen

Duftmarketing klingt zunächst häufig nach etwas neuem und modernen, dabei ist die Technik, Konsumenten und Kunden mit Hilfe von Beduftung in deren Kaufverhalten zu beeinflussen, schon lange gängige Praxis. Hierfür gibt es mittlerweile die verschiedensten Aromen und Duftkompositionen, manche Firmen bieten sogar individuell nach Kundenwunsch angemischte Duftstoffe an.

Über Einsatzgebiete und Emotionen

Jeder kennt die kleinen Aromatherapie-Fläschchen oder Duftspender für ein wohl duftendes Zuhause. Doch die ätherischen Öle und Duftstoffe haben ein viel breiteres Wirkungsspektrum und Einsatzgebiet. So wird Duftmarketing zum Beispiel im Supermarkt in der Frischeabteilung eingesetzt, um Kunden zum Kauf von frischem Obst und Gemüse anzuregen. Ein weltbekannter Technikhersteller mit einem Apfel als Logo beduftet die Verpackungen seiner Geräte. 

So entweicht beim Öffnen einer Packung ein Duft, der im Gehirn des Kunden eine positive Stimmung auslöst und so natürlich auch die unterbewusste Wahrnehmung des Produktes positiver macht. Duftmarketing kann allerdings auch in Hotels oder Büros eingesetzt werden, um Gästen zusätzlich ein Dufterlebnis zu geben und/oder um die Laune der Mitarbeiter zu steigern. Riechen wir einen gut riechenden Duft, setzt das positive Emotionen frei, häufig lächeln wir dabei. Diesen Effekt kann man sich in fast jeder Branche zu nutzen machen. Auch in Bürogebäuden.

Raumbeduftung im Büro

Ein angenehmer Duft hat viele positive Auswirkungen und konstant im Raum gehalten schafft er häufig eine wahre Wohlfühlatmosphäre. Schließlich hält sich jeder gerne länger in einem Raum auf, der gut riecht. Speziell in Räumen, in den man sich längere Zeit am Stück aufhält, wie eben in Büros, kann Beduftung zum allgemeinen Wohlbefinden und vor allem auch zur Produktivität beitragen. Möglich ist dies zum Beispiel durch fest installierte Duftsäulen oder kleiner Aroma-Zerstäuber, welche in regelmäßigen Abständen (je nach Gerät im Wochen- oder Monatsrhythmus) wiederbefüllt werden müssen. 

Andere Möglichkeiten sind kostspieliger und bestehen darin, in Lüftungs- oder Klimaanlagen Beduftungssystem zu verbauen, die in größeren Abständen wieder befüllt werden müssen. Diese Technik wird beispielsweise auch bei Neuwagen, bei welchen sich Kunden ein Duftpaket für ihr Auto konfiguriert haben. Auch hier muss die Duftkapsel nur einmal pro Jahr gewechselt werden.

Dufte Vorteile

Natürlich ist Duftmarketing nicht nur in Büros sinnvoll, denn vor allem dem Namen Marketing entsprechend in Räumen, in denen Kundenverkehr herrscht, heißt beispielsweise Verkaufsräumen, Empfangsbereichen, Lobbys, Hotelzimmern, und vielem mehr. Angenehme Gerüche können nicht nur wie oben bereits erwähnt das Kaufverhalten von Kunden beeinflussen und deren Kaufbereitschaft steigern. 

Sie können auch dafür sorgen, dass Kunden eine längere Verweildauer haben und sogar eine positiver Kundenbindung zum Unternehmen aufbauen, da Aromen, welche als angenehm wahrgenommen werden, automatisch im Gehirn mit etwas Gutem verknüpft werden und so die Firma, das Hotel oder Laden länger und besser im Gedächtnis bleibt. Kennen wir den Geruch, also ist beispielsweise ein oft in der Natur vorkommender Duft, so funktioniert es noch besser. Ein Wiedererkennungswert entsteht und wir fühlen uns wohl.

Warum funktioniert es?

Die Nase ist eines unser wichtigsten Sinnesorgane. Durch ihre körperliche Lage sind Informationen sehr schnell im Gehirn und somit auch sehr schnell verarbeitet. Circa 20-30 Millionen Riechzellen mit etwa 400 verschiedenen Rezeptoren, sind dafür zuständig, dass wir Gerüche aufnehmen. Duftreize, die ein Mensch wahrnimmt, werden über Nervenbahnen ins Riechhirn weiter geleitet. Von dort aus gelangen sie direkt zum Hypothalamus und zum limbischen System. Diese Hirnareale spielen eine große Rolle für das Gedächtnis, die Gefühle und die Triebe des Menschen und sind so ein direkter Weg, um in die unbewusste Wahrnehmung zu gelangen.

How to Raumbeduftung

Wie bereits erwähnt, gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, unserem Geruchssinn eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Es gibt immer mehr Erkenntnisse auf dem Gebiet und Firmen, die speziell die Beduftung von Räumen und Gebäuden anbieten, gibt es viele. Ein simpler Raumduft für wenig Geld kann beispielsweise in einzelnen Räumen wie Büros aufgestellt werden, damit die sich darin aufhaltenden Personen wohlfühlen.

Wichtiger sind jedoch Räume wie Meeting- und Konferenzareale sowie der Empfangsbereich: eben dort, wo Kundenverkehr herrscht. Hier bieten sich fest installierte Systeme zur Beduftung an, die konstant Duftstoffe abgeben. Bei der technischen Planung für Ihr neues Büro oder den Umbau Ihrer Räumlichkeiten suchen wir gern gemeinsam mit Ihnen nach passenden Lösungen für Ihr Duftmarketing. Zum Beispiel in Form einer fest verbauten Aromasäule oder als integrierte Beduftung über die Lüftungsanlage.

Generell ist dies für größere oder weitläufige Räume von Vorteil, da sich Gerüche so besser und gleichmäßiger verteilen lassen.Für Verkaufsräume bietet sich zum einen die großflächige Raumbeduftung an, sowie an speziellen Punkten kleiner Duftspender, wie zum Beispiel in Umkleidekabinen oder an den Kassen, um das Shoppingerlebnis zu verbessern und die Verweildauer von Konsumenten im Laden zu steigern.

Auswahlhilfe

Auch bei der Auswahl der Düfte gilt es wie bei Parfüm, einige wichtige Faktoren zu beachten. Für Geschäftsbereiche wie Büros, Konferenzräume und ähnliches sollte kein aufdringlicher Duft gewählt werden. Auch aromatische Gerüche, die an essbares erinnern, sind hier fehl am Platz. Besser wäre ein Wahl von natürlichen, leichten und unterschwelligen Düften, die im Allgemeinen auch dazu verwendet werden, das Wohlbefinden zu steigern. Hier bieten sich holzige Düfte oder Meeresdüfte an, hauptsächlich natürliche. 

In Pausenräumen kann man zu beruhigenden wie Lavendel greifen. Für Bäder und Waschräume eignen sich die klassischen Cotton & Linen Düfte und für Verkaufsräume darf es auch gerne ein etwas kräftigerer Früchte oder Blütenduft sein. Man sollte trotzdem beachten, nicht zu viele Düfte zu kombinieren und zu benutzen, da unsere Nase ein sehr empfindliches Organ ist und schnell von Reizen überflutet werden kann.

Fazit

Unser Geruchssinn ist faszinierend vielseitig.  Noch faszinierender ist es, dass wir durch ihn  und und unendlich viele Aromen Dinge im Gehirn auslösen können. Im Grunde genommen ist Duftmarketing also ein simpler und angenehmer Weg, um das Herz unserer Kunden zu gewinnen und im Gedächtnis zu bleiben. Und im besten Fall, beeinflussen wir am Ende des Tages durch versprühten Raumduft ja vielleicht auch die Kaufentscheidungen unserer Kunden.

SY 3 » bsk
Sabrin Yazidi

Hi. Ich bin Sabrin und Marketing Managerin bei bsk. Ich publiziere leidenschaftlich gerne über Themen rund um Arbeitswelten, Arbeitskultur und Gesundheit und bin Host des Podcasts Rooms of Heart.

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